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Natürliche Hilfe bei Husten: Warum die Schlüsselblume so effektiv ist

    Jedes Jahr zaubern mir die zarten Blüten der Schlüsselblume ein Lächeln ins Gesicht wenn sie endlich, endlich den Frühling ankündigen. Sie sind für mich einfach ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Winter nun langsam vorbei ist und ich mit dem Sammeln so richtig loslegen kann. Die Schlüsselblume ist im Übrigen (meiner Meinung nach!) so unverwechselbar, dass ich sie sogar mit meinen Kindern sammle. Dazu muss ich aber auch sagen, dass an unseren Sammelplätzen wirklich keine ähnlich aussehenden, giftigen Pflanzen wachsen und ich natürlich das Sammelgut hinterher auch gut kontrolliere.
    Wie ihr unten auf dem Bild sehen könnt, sind die beiden jedenfalls mit Feuereifer dabei und das ist auch eine gute Gelegenheit, zu Beginn der Sammelsaison nochmal die wichtigsten Regeln fürs Wildpflanzensammeln aufzufrischen – in diesem Fall, weil eben Verwechslungspflanzen ausfallen und ich den Sammelort und -zeitpunkt wähle, beschränke ich mich hauptsächlich auf die Drittel-Regel: jede dritte Pflanze und auch davon nur je ein Drittel.

    Nach dem Sammeln trockne ich die Schlüsselblumen in unserem Dörrapparat. Den kann ich auf wirklich niedrige Temperatur einstellen, daher ist das für mich die beste Lösung. Die getrockneten Blüten verwende ich dann gern als himmlisch duftende Zutat in Tees – hast du schon mal an einer Schlüsselblumenblüte gerochen? Ich finde, sie riechen nach Pfirsich – sowohl frisch als auch getrocknet. Manchmal halte ich auch nur meine Nase zwischendurch in das Glas mit den getrockneten Blüten und freue mich daran 🤭

    Schlüsselblumen eignen sich übrigens auch gut als (Start-)Zutat für einen köstlichen Blütenhonig. Dazu sammelt man das Frühjahr über und bis in den Sommer hinein essbare Blüten und mischt sie so nach und nach mit Honig. Dabei aufpassen, dass die Blüten ganz mit Honig bedeckt sind, sonst schimmeln sie leicht. Am Ende hat man dann – je nach Blüten – einen tollen Brotaufstrich oder sogar ein ganz mildes Hausmittel gegen Husten. Schlüsselblumen besitzen nämlich unter anderem Saponine als Inhaltsstoffe und diese wirken schleimlösend, was uns bei Husten natürlich hervorragend zupass kommt. Außerdem gelten Schlüsselblumen als beruhigend und schlaffördernd, und das ist ja gerade, wenn man ohnehin angeschlagen ist und sich ausruhen möchte, ein schöner Nebeneffekt.

    Schlüsselblumen gehören übrigens zu den Primeln (ja, auch unsere Gartenprimeln sind verwandt) und bei uns in Vorarlberg kommen in den Tallagen hauptsächlich die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior; zu sehen auf den Bildern) und die Echte Schlüsselblume (Primula veris). Die Hohe Schlüsselblume ist die mit den hellgelben Blüten, die im Übrigen auch viel größer sind als bei der Echten Schlüsselblume. Bei der letzteren sind die Blüten außerdem dunkelgelb gefärbt mit orangen sogenannten Saftmalen im Inneren der Blüte. Eine Verwechslung der beiden Arten ist unproblematisch, beiden werden die gleichen Eigenschaften zugeschrieben, wenn auch der Echten Schlüsselblume ein bisschen mehr. Leider hat es ihr bei mir im Garten nicht gefallen, sie ist nach zwei Jahren komplett verschwunden, aber die Hohe Schlüsselblume hat ihren Platz übernommen und wuchert fröhlich vor sich hin 😄

    Die Schlüsselblume begegnet mir im Übrigen nicht nur beim Sammeln mit den Kindern oder im eigenen Garten, sondern auch auf meinen Kräuterwanderungen am Karren. Schau doch mal vorbei, dann können wir sie gemeinsam in ihrer ganzen Pracht bewundern, ihren Duft erschnuppern und sie an ihrem natürlichen Standort kennenlernen.