



Ich liebe ja Weihnachten wirklich sehr und lasse deshalb auch die Weihnachtsdeko wirklich gaaaanz lange stehen, manchmal sogar bis Maria Lichtmess am 01. Februar. Dieses Jahr bin ich etwas frühre dran mit Abräumen und so habe ich auch letzte Woche den Baum rausgestellt – und mit etwas Verspätung auch den Adventskranz entsorgt. Aber halt – nein, entsorgt hab ich ihn nicht, zumindest nicht alles.
Den Kranz habe ich aus Fichtenästen gemacht, die ich im Wald gefunden habe und daher weiß ich auch ganz sicher, das keine Pestizide oder sonstige Schadstoffe dran sind. Und da dachte ich mir, das ist die ideale Gelegenheit, die Nadeln zu verwerten und auch nach Ende der Weihnachtszeit nochmal zu einem Nutzen zu bringen.
Ich habe also den Kranz bewusst länger stehen lassen, damit die Nadeln gut trocknen können, und musste am Ende nur mal vorsichtig schütteln, schon lag die ganze Pracht in der Schüssel 😊 eine einfachere „Ernte“ kann man sich nicht vorstellen!
Zudem kommen gerade Nadelbäume im Winter gerade recht: sie alle haben eine wohltuende Wirkung auf die Atemwege und man kann sie zum Beispiel mit Honig als Tee genießen oder auch verräuchern. Ich habe diesmal außerdem auch ein Fichtensalz gemacht. Da sich die getrockneten Fichtennadeln aber schlecht zermahlen ließen, habe ich die groben Stücke dann einfach ausgesiebt – das Aroma bleibt trotzdem im Salz.
Wer sich für einen Tee entscheidet, sollte beachten, dass die Nadeln aufgrund ihrer groben Struktur etwas länger brauchen, um ihre Wirkstoffe abzugeben. Man kann den Tee gut zehn Minuten ziehen lassen, wer ihn stärker mag gern auch 15 Minuten, bevor man die Nadeln abseiht oder man zerquetscht die Nadeln vor dem Aufgießen etwas im Mörser bzw. schneidet sie kleiner. Dann steht mehr Oberfläche zur Verfügung und die Ziehzeit verkürzt sich ein wenig.
Ihr seht also, es gibt jede Menge Möglichkeiten, sich die Weihnachtszeit noch etwas zu verlängern und den Weihnachtsbaum quasi doppelt zu verwerten. Was ist euer Lieblingsrezept mit Fichten- und Tannennadeln?